{"id":4574,"date":"2015-05-01T14:34:45","date_gmt":"2015-05-01T12:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/relaunch.galerie-obrist.de\/?p=4574"},"modified":"2019-01-11T18:52:36","modified_gmt":"2019-01-11T16:52:36","slug":"boehmskyline","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/relaunch.galerie-obrist.de\/ru\/boehmskyline\/","title":{"rendered":"Kehrseiten der Skylines"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/relaunch.galerie-obrist.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/KurzVorMitternacht-Gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/relaunch.galerie-obrist.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/KurzVorMitternacht-Gr.jpg\" alt=\"\" title=\"KurzVorMitternacht-Gr\" width=\"655\" height=\"540\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4575\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsch-argentinische Malerin und Zeichnerin Marcela B\u00f6hm ist besonders mit Gesellschaftsszenen und Menschendarstellungen bekannt geworden. In ihrem sehr eigenwilligen Stil und in unkonventionellen Situationen charakterisierte sie Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld. Nun hat sich die K\u00fcnstlerin, selbst in der Megacity Buenos Ayres geboren, dem Thema der Stadt zugewandt, als B\u00fchne der sozialen Interaktion. Dabei zeigt B\u00f6hm Panoramen im weiteren Sinne, denn sie w\u00e4hlt nicht die Wahrzeichen und markanten Punkte der Stadt zum Motiv, sondern die anonymisierten Kehrseiten der Skylines, kontrastiert zum Spiel des Himmels und der Wolken. Hermetische, fast fensterlose Wohnbl\u00f6cke mit auskragenden Antennen und Satellitensch\u00fcsseln staffeln sich skulptural vor den Horizont. Dass hier Menschen wohnen, ist kaum zu glauben, nichts Individuelles &#8211; etwa eine Balkonpflanze oder ein gebl\u00fcmter Vorhang &#8211; w\u00fcrde darauf hindeuten, fremd und abweisend wirken diese Architekturen.<br \/>\nAber es gibt dann doch auch die Bilder, wo Marcela B\u00f6hm wieder heranzoomt an die st\u00e4dtischen Interieurs, und zeigt, das gerade der st\u00e4dtische Raum das gesellschaftliche Leben besonders herausfordert: Hier ein Bild mit einer Partygesellschaft, die von irgendetwas gebannt in den Himmel starrt, oder dort die drei Grazien, die vom Dach eines Hauses ins Bild l\u00e4cheln. Und dann ist da das Bild eines Mannes, der aus dem Dunkel seines Hochhausappartements ans Fenster tritt, um ein wenig Luft und Licht zu erhaschen. Es ist diese Ambivalenz, welche die Stadt f\u00fcr die Malerin so interessant macht: Der Mensch zwischen Anonymit\u00e4t und \u00dcberf\u00fclle an sozialem Leben. In sehr unterschiedlichen Motiven bietet sie dem Betrachter viele einzelne Fragmente, aus denen er sich sein Bild einer Stadt zusammensetzen kann. In Adaption eines Verses von Jose Luis Borges m\u00f6chte man aus Sicht der K\u00fcnstlerin sagen: \u201eDie Stadt ist in mir wie ein Gem\u00e4lde, das ich nicht in Pinselstrichen festhalten kann.\u201c<\/p>\n<p>Marcela B\u00f6hm. Stadt und Leute.<br \/>\n9. Mai bis 13. Juni 2015<br \/>\nEr\u00f6ffnung 8. Mai 2015, 19h<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsch-argentinische Malerin und Zeichnerin Marcela B\u00f6hm ist besonders mit Gesellschaftsszenen und Menschendarstellungen bekannt geworden. In ihrem sehr eigenwilligen Stil und in unkonventionellen Situationen charakterisierte sie Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld. Nun hat sich die K\u00fcnstlerin, selbst in der Megacity Buenos Ayres geboren, dem Thema der Stadt zugewandt, als B\u00fchne der sozialen Interaktion. 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